Wie meine nicht vorhandene Armbanduhr die ÖBB vor meinem Zorn rettete

Dezember 7, 2010 in Allgemeines

Als Kind hatte ich die unangenehme Angewohnheit, meine Armbanduhren zu verlieren. Ich mochte das Gefühl dieser Armbänder nie, und nahm daher – sobald ich irgendwo länger herumsaß – immer meine Uhren ab. Mit dem Effekt, dass ich sie dann natürlich irgendwo vergaß und liegen ließ.

So ist es nicht verwunderlich, dass meine Altvorderen irgendwann aufgaben, mir Kinderuhren zu schenken. Die Zeit war mir ohnehin meistens ziemlich egal.

Uhrenlos – und übrigens auch mobiltelefonlos – ging ich lange Zeit durchs Leben. Selbst als Zivildiener hatte ich weder Uhr noch Mobiltelefon. Und eines Tages stellte sich auch heraus, dass das tatsächlich ein Glücksfall war.

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Immer das Gleiche …

September 26, 2010 in Busgeschichten

Wertes Team,
werte Frau X.

Ich schreibe Ihnen heute voller Zorn.

Es ist die übliche Sache: Stadtverkehr St. Pölten, Linie 3, Missongasse nach Hauptbahnhof, Haltestelle Mariazellerstr. Stadteinwärts. Es ist der 23. September, kurz nach 17 Uhr. Der Bus kommt, befindet sich schon LANGE vor der Haltestelle auf der Abbiegespur, und fährt wieder einmal einfach vorbei. Dank der Sonne konnte ich zumindest sehen, dass der Fahrer nicht EINMAL zur Haltestelle geblickt hat.

Ich lasse mich dieses Mal nicht mehr mit einem “tut uns leid” abspeisen, sondern verlange, dass sich dieser Fahrer persönlich entschuldigt. Ich akzeptiere keine Ausflüchte mehr.

Was zur HÖLLE muss man eigentlich tun, damit die Busfahrer ihren JOB machen? Es ist ja nicht so, dass es sich bei dieser Haltestelle um eine “Naja, vielleicht, vielleicht auch nicht” Option handeln würde.

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Hamma da jetzt eh kan Vogl?

Juli 30, 2010 in Busgeschichten

Wertes Team,

in den letzten Wochen hatte ich glücklicherweise keinerlei Grund zu irgendwelchen Beanstandungen bezüglich des St. Pöltner Stadtbusses Linie 3.

Was heute jedoch passiert ist, ist eine Kategorie für sich.

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Stehe nicht hinter der Stele!

Juli 30, 2010 in Busgeschichten

In Beantwortung meiner vorigen Mail an den Postbus Kundenservice (es ging um den Fall es Fahrers, der lieber nicht mehr an meiner Haltestelle halten möchte), erhielt ich vor längerem schon eine Antwort. Darin heißt es sinngemäß, ich hätte mich vielleicht hinter einer Stele versteckt. Zum einen ist das Wort hier unangebracht, da es sich bei einer Stele um einen Pfeiler handelt, zum anderen befindet sich die Stele (wenn wir schon bei diesem Wort bleiben wollen) überhaupt nicht im Sehstrahl zwischen mir und dem frühest möglichen Punkt, von dem aus ein Busfahrer zur Haltestelle sehen kann.

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Da bleib ich nicht mehr stehen …

Juni 22, 2010 in Busgeschichten

Neue Kuriositäten im Stadtverkehr LUP Bus St. Pölten.

Gestern bin ich nach der Arbeit noch schnell zum Kika gegangen, um eine Tischlampe und einen Deckenfluter zu kaufen. Schwer beladen schlurfte ich hernach zu meiner üblichen Bushaltestelle. Die Streckenführung an dieser Stelle ist tatsächlich etwas schwierig:

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Wo ist mein Bus?

Juni 17, 2010 in Busgeschichten

Dann machen wir doch gleich mal weiter.

16. Juni 2010, 17.00 Uhr, Stadtverkehr St. Pölten, Mariazellerstr. Infopoint, Linie 3, Stadteinwärts.

Es ist 17.00, und der planmäßige Bus kommt nicht.
17.05: kein Bus.
17.10: kein Bus.
17.15: kein Bus.
17:20: kein Bus.
17.25: kein Bus.
17.30: kein Bus (um diese Zeit sollte schon der nächste Bus fahren).
17:35: oh schau, endlich ein Bus.

Was soll das?

Mit weniger freundlichen Grüßen

Antwort vom Postbus …

Juni 7, 2010 in Busgeschichten

In Beantwortung auf mein Beschwerdemail über den St. Pöltner Stadtverkehr habe ich unlängst diese überraschend direkte Antwort erhalten (meine Kommentare in kursiv):

Sehr geehrter Herr Major,

vielen Dank für Ihre Mitteilung. Ihr Anliegen ist uns sehr wichtig.

Das freut mich natürlich sehr. Ich bin grundsätzlich schon sehr wichtig …

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass Sie empört sind. Sie warten auf den Bus und dieser kommt offenbar erst 15 Minuten zu spät, um dann einfach an der Haltestelle durchzufahren. Dass dies nicht im Sinne unseres Unternehmens ist, steht außer Frage.

Das will ich meinen. Perfekter Einstieg, Sympathie und Verständnis zeigen.

Ich habe umgehend die zuständige Verkehrsstelle in St. Pölten über Ihre Beschwerde informiert und für Sie um eine Stellungnahme gebeten.

Zeigen, dass man meinetwegen etwas unternimmt – sehr clever.

Der betreffende Buslenker wurde zu einem Gespräch geladen und zu diesem Vorfall befragt.

Soll klingen wie ein Verhör – dabei war es vielleicht ein Gespräch am Telefon (lol) oder am Gang …

Der Lenker gab an, dass er zwar zur Haltestelle geschaut hat, aber niemand gesehen hat.

Das bestreite ich heftig. Der Lenker hat meines Erachtens nach nicht zur Haltestelle gesehen – zumindest nicht irgendwie anders als durch den Rückspiegel.

Falls er Sie wirklich übersehen hat, tut es ihm schrecklich leid. Er hatte laut DFI – Systemauswertung 10 Minuten verkehrsbedingte Verspätung. An dieser Stelle ist auch die Verkehrsführung nicht ganz einfach, da er direkt nach der Haltestelle drei Fahrstreifen zu wechseln hat. Und das nach der Haltestelle innerhalb weniger Meter. Oft steht dann der Bus quer über die Straße. Und das bei erlaubten 70 km/h.

Das ist richtig, die Streckenführung ist tatsächlich an dieser Stelle etwas eigenwillig, gleich nach der Haltestelle muss der Bus sich zwei Spuren nach links einordnen, um abbiegen zu können. Warum das aber gerade an diesem Tag ein größeres Problem gewesen sein soll, als an jedem anderen Tag, wird nicht erklärt.

Der Lenker hat versichert, in Zukunft noch besser auf zu passen und möchte sich auf diesem Weg in aller Form bei Ihnen entschuldigen.

Brav. Aber persönlich ist das nicht.

Ich bedaure die Unannehmlichkeiten, die Sie am 02.06. auf unseren Linien hatten. Wir sind bemüht, unsere Lenker in regelmäßigen Abständen auf eine kundenfreundliche und kundenorientierte Verhaltensweise aufmerksam zu machen sowie auf einen sicheren Fahrstil und die Einhaltung der Fahrpläne sowie eine ordentliche Bedienung der Haltestellen.

Jetzt kommen noch die Standard-Textbausteine.

Bitte teilen Sie uns auch künftig Ihre Erlebnisse mit, damit wir eingreifen können und den betreffenden Buslenker auf seine Verhaltensweise aufmerksam machen und gegebenenfalls anweisen können und zu einer Optimierung beitragen können, sofern sich ein Lenker Ihrer Meinung nach nicht entsprechend verhält. Ihre Meinung und Ihre Zufriedenheit sind uns sehr wichtig.

Das verstehe ich nicht ganz: soll ich jetzt die Mitarbeiter der ÖBB ausspionieren? Was krieg ich für diese Spitzel-Arbeit? Und: ich dachte, die ÖBB macht das selbst (siehe Krankenakten-Affäre).

Mit freundlichen Grüßen aus der Kundenberatung in Wien,

Team Kundenberatung

Die Dreistigkeit des Busfahrers …

Juni 2, 2010 in Busgeschichten

Betrifft: Stadtverkehr St. Pölten, Linie 3

Am 2. Juni 2010 stand ich an der Haltestelle “Mariazellerstr. Info Point” in St. Pölten um 17.00 Uhr, wo ein Bus der Linie 3 Richtung Stadt hätte halten sollen.

Hätte halten sollen, denn obwohl er (zwar 15 Minuten zu spät aber immerhin) auch tatsächlich kam, kam es dem bescheuerten Fahrer nicht in den Sinn, an der Haltestelle auch stehenzubleiben.

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