Junge Behinderte im Altersheim und der dreiste Gerhard Reheis

Dezember 5, 2011 in Allgemein, Allgemeines, Politik, Sprach-Los

Am 5. Dezember brachte der Radiosender Ö1 eine Journal Panorama Sendung von Georgia Schultze, in der sie die Situation von jungen behinderten Menschen in Österreich analysiert, die aus Mangel an geeigneten Pflegeeinrichtungen in Altersheimen untergebracht werden.

Die Sendung erläuterte sehr gut den unvermeidlichen Konflikt zwischen den Bedürfnissen junger und alter Menschen – ganz unabhängig von einer körperlichen Behinderung. Dass ein junger Mensch in einem Altersheim – auch wenn er körperlich behindert ist – kein angemessenes soziales Umfeld haben kann, und dass Altenpfleger – so engagiert und gut sie ihre Arbeit auch machen mögen, nicht für die Betreuung junger behinderter Menschen ausgebildet sind – dass also ein krasser Gegensatz in den Bedürfnissen und Wünschen zwischen jung und alt besteht, versteht sich praktisch von selbst.

Georgia Schultze ließ in ihrer Sendung mehrer behinderte junge Bewohner von Altersheimen zu Wort kommen, die ihre Situation schildern, ihre Wünsche und Ansichten. Und sie ließ auch den Tiroler Soziallandesrat Gerhard Reheis zu Wort kommen:

“Grundsätzlich ist es so, dass auch ältere Menschen Behinderungen haben. Und deshalb sind diese Pflegeeinrichtungen auf jeden Fall barrierefrei, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen zur Betreuung zur Verfügung und da unterscheidet sich die Pflege nicht zwischen alten und jüngeren Menschen”, sieht der Tiroler Soziallandesrat Gerhard Reheis kein Problem, “und “jüngere Menschen, das sind wirklich Einzelfälle und das ist auch nicht das große Problem.”

Eine solche Aussage – gerade von einem Soziallandesrat – ist für mich eine dreiste, dreckige Schweinerei. Es mag schon sein, dass die Fälle junger behinderter Menschen in Altersheimen zahlenmäßig nicht viele sind, aber so dreist zu sein, und das INDIVIDUELLE SCHICKSAL einzelner Personen als “nicht das große Problem” hinzustellen, ist schlicht eine dreckige und perverse Sauerei, und zeugt von einem völlig verdrehten Verständnis von SOZIAL – gerade für einen Soziallandesrat eine UNTRAGBARE Einstellung. Für diese Menschen geht es um das GANZE LEBEN – und da fällt Herrn Reheis nichts besseres ein, als ihre Lebensumstände als “nicht das große Problem” zu bezeichnen?

Es geht für die Betroffenen nicht um fehlende Samstag-Abend-Unterhaltung oder um einen fehlenden Kaffeeklatsch. Es geht für die betroffenen Menschen um ihr GANZES LEBEN – und Herrn Reheis Aussage, das sei “nicht das große Problem” heißt letzten Endes nichts anderes als “Das Einzelschicksal dieser Menschen is im Prinzip eh wurscht”. Und jetzt schämen Sie sich in Grund und Boden, Herr Reheis!

Ich weiß ja nicht, wie es in Tirol zugeht, aber für mich ist so ein Mensch rücktrittsreif. Und ich weiß schon – als nächstes wird Herr Reheis oder sein Büro die Aussage als “unglücklich formuliert” bezeichen. Denkste! Politiker sind wie Kinder: das erste, was aus ihrem Mund kommt, ist meistens wahrer als der ganze Nonsense, den sie hinterher phrasendreschen.

Dabei legt die Sendung auch Nahe, dass Herr Reheis das Problem nur deshalb als “nicht das große Problem” bezeichnen kann, weil es bundesweit keine Zahlen zur Problematik gibt: es ist schlicht und einfach nicht bekannt, wie viele junge Menschen nur aufgrund ihrer Behinderung in einem Altersheim leben (müssen), weil die alters- und behindertengerechte Betreuung außerhalb eines solchen nicht finanzierbar ist. Und es wird auch nahegelegt, dass in der Politik auch niemand Interesse daran hat, solche Zahlen überhaupt zu erheben – schließlich müsste die Politik dann auch handeln – und das kostet Geld. So zumindest scheint der Gedanke dahinter zu sein, das Problem einfach zu ignorieren und kleinzureden.

Und neu ist das Problem schon gar nicht. Schon 2005 berichtete Eva Mazzolini (Psychotherapeutin) in einer FreakRadio Sendung (aus dem ORF Kulturcafe, vom 1. Juni 2005, 11 Uhr, ausgestrahlt am 5. Juni, 20:30) im Gespräch mit Kornelia Götzinger und Moderatorin Katharina Zabransky davon, dass immer mehr junge behinderte Menschen in Altersheime “abgeschoben” werden.  Der zur Gesprächsrunde eingeladene Pressesprecher der Wiener Gebietskrankenkassa Jan Pazourek hatte zwar zugesagt zu kommen, war aber nicht erschienen.

Wenn Sie sich eine Meinung über diese Sendung und ihren Inhalt machen möchten, lesen Sie den zugehörigen Artikel auf oe1.orf.at, oder hören Sie sich die Sendung als Download an.

Und wenn Sie danach etwas unternehmen wollen, sagen Sie Herrn Reheis Ihre Meinung!

Die Kontaktinfos zum Büro von Landesrat Reheis finden Sie unter diesem Link, für die E-Mail-Adresse klicken Sie hier.

Und wenn Sie sich bei der Journal Panorama Redaktion für die Sendung bedanken wollen, klicken Sie hier für die E-Mail Adresse.

Weiterlesen:

Pflege: Behörden schieben junge Behinderte ins Altenheim (welt.de)
Jung, behindert – und im Altenheim (uni-marburg.de)
Pflegenotstand: Wenn junge Schwerbehinderte im Altenheim landen (news.de)
Fehlplatziert im Altersheim (bizeps-info.or.at)
Fehlplatziert im Altersheim (oear.or.at)
Leben mit Behinderung. Leben mit Qualität (freak-radio.at)

Streifzug durch den digitalen Blätterwald

November 27, 2011 in Allgemeines, Kunst und Kultur, Literatur

Streifzug durch den digitalen Blätterwald
E-Books und ihre Preise

von Martin Major

Eine kleine Betrachtung zu E-Books, überschwemmte Buchmärkte und kundenunfreundliche Preisgestaltung

E-Books und Pulp 2.0

Erinnern Sie sich noch an den Begriff des “Pulp magazine”? Damit bezeichnete man jene meist recht billigen Heftchen, die vor allem im angloamerikanischen Raum im vergangenen Jahrhundert so beliebt waren, und ihren Namen dem billigen holzigen Papier verdanken, auf dem sie gedruckt waren. Hierzulande sind am ehesten die berühmten “Bastei-Hefterl” mit dieser Publikationsform vergleichbar, doch im Gegensatz zum deutschen Sprachraum waren solche Pulp Magazine in Amerika vor allem im Bereich Science Fiction und Crime ein Sprungbrett für so manche Autoren, die sich später mit ihren Büchern einen weltweiten Namen gemacht haben. Große Namen wie Isaac Asimov, Ray Bradbury, Elmore Leonard, Dashiell Hammett und sogar Mark Twain – sie alle haben oft zu Beginn ihrer schriftstellerischen Karriere Beiträge für solche Magazine geschrieben. So unterschiedlich wie die Autoren der Magazine – so unstet war immer die Qualität der in diesen Magazinen enthaltenen Beiträge. Unter einer Flut von Geschichten mangelhafter Qualität musste man oft lange suchen, um die eine oder andere Perle zu finden. Einige Magazine konnten sich dank ihrer Herausgeber von der Masse der Pulps abheben und renommierte Autoren gewinnen. Zu den bekanntesten und auch langlebigsten Magazinen gehörten sicherlich die unter Fans oft als “Big Four” bezeichneten “Argosy”, “Adventure”, “Blue Book”, und “Short stories”. Nach dem zweiten Weltkrieg und der damit verbundenen Papierknappheit veränderte sich natürlich auch der Pulp Magazine Markt – nicht nur in den Abmessungen der Magazine. Die meisten verbliebenen Magazinreihen beschäftigten sich mit Science Fiction und Mystery, wie etwa die legendären Magazine “Astounding Science Fiction” und “Analog” (eigentlich “Analog Science Fiction and Fact”) und das “Ellery Queen’s Mystery Magazine”. Als jedoch 1957 mit dem Ende der “American News Company” der wichtigste Distributor von Pulp Magazinen seinen Betrieb einstellte, bedeutete dies den Anfang vom Ende der Pulp-Ära – und damit der Möglichkeit für viele Autoren, Kurzgeschichten kommerziell zu verwerten. Das darauf folgende Konzept der “Anthologien” war nicht annähernd so erfolgreich – und als zusätzliche Konkurrenz zu den Kurzgeschichten der alten Magazine schossen nun neue Autoren mit Taschenbuchreihen aus dem Boden.

Doch dank des E-Books und seiner neuen Distributionsmöglichkeiten ist alles wieder wie früher: jeder, der meint, er oder sie könne schreiben, kann E-Books verkaufen – und als Spitzenreiter im elektronischen Buchhandel ist Amazon mit dem Kindle und dem dazugehörigen Autorenprogramm Hauptverursacher einer neuen Flut von Pulp 2.0. Derzeit bietet Amazon laut eigenen Angaben fast eine Million E-Books an. Dass ein großer Teil dieses Angebotes aber nicht aus sogenannten “traditionellen” Verlagen stammt, sondern von Autoren im Selbstverlag verkauft wird, erklärt die unglaubliche Masse an Büchern, die für Amazons Kindle erhältlich ist. Praktisch jedes Genre im E-Book Markt von Amazon ist vollgestopft mit Möchtegern-Autoren und solchen, die es noch werden wollen, die oft genug nicht nur keine “Romane” sondern “Kurzgeschichten” verkaufen, sondern nicht selten auch noch von zweifelhafter Qualität sind. Im Rausch des Schreib- und Veröffentlichungswahns schüttet man eine Masse an Erzeugnissen auf den Markt, denen Lektorat und sogar Rechtschreibprüfung ein Fremdwort sind. Natürlich ist dies eine Verallgemeinerung, doch gerade wenn man Amazon explizit nach E-Books durchstöbert, ist es schwierig, in der Menge der qualitativ fragwürdigen Angebote die Perlen herauszupicken. Sinnvoller ist es da noch, den normalen Markt der gedruckten Bücher nach Lesestoff zu durchsuchen, und erst von dort aus bei interessanten Büchern nach E-Book Versionen zu suchen – falls man sich dann tatsächlich noch für eine E-Book Version entscheiden möchte.

Haufenweise hohe Preise

Denn nicht selten vergeht einem die Kauflust, wenn man die Preise von gebundenen Ausgaben, Taschenbüchern und E-Books vergleicht. Amazon ist zum Beispiel schon dazu übergegangen, unter den E-Book Preis deutschsprachiger Verlage zu schreiben: “Der Verkaufspreis wurde vom Verlag festgelegt”. Damit will Amazon schon prophylaktisch den Ärger der Kunden von sich ablenken, der sich beim Vergleich der Preise ergibt. Denn nicht selten liegt der Preis eines E-Books nur unwesentlich unter dem einer gebundenen Ausgabe, oft liegt er auch zwischen dem eines Hard-Covers und eines Taschenbuchs. Verständlich bei Neuerscheinungen – wollen sich die Verlage schließlich nicht den Hard-Cover Markt durch billige E-Books versauen – unverständlich für viele Kunden jedoch bei Büchern, die als Taschenbuch billiger zu haben sind.

Hier nur eine kleine Stichprobe von aktuellen Büchern und ihren Preisen auf Amazon.de:

Eragon - Das Erbe der Macht

Eragon - Das Erbe der Macht

Bei einem zu erwartenden Taschenbuchpreis von 9,95 Euro (der aktuelle Preis der vorigen Bände) ist ein E-Book Preis von 19,99 sicherlich nicht das, was der Kindle-Fan sich wünscht. Schon gar nicht, wenn die vorigen Bände als E-Book nur 5,99 – 8,99 Euro kosten:

Eragon - Das Erbe der Macht - E-Book-Preise

Eragon - Das Erbe der Macht - E-Book-Preise

Auch Robert Harris Fans werden bei der Kindle Ausgabe unverhältnismäßig zur Kasse gebeten. 15,99 Euro für die Digitalausgabe des neuen Robert Harris Buches, wobei doch die Taschenbücher seiner vorigen Werke unter 10 Euro zu haben sind:

Robert Harris - Angst

Robert Harris - Angst

Robert Harris - Taschenbuch-Ausgaben

Robert Harris - Taschenbuch-Ausgaben

Auch die Fans von Karin Slaughter dürfen tiefer für ihren Neuling in die Tasche greifen: 15,99 Euro auch hier für den aktuellen Thriller der Autorin – und das, obwohl die Kindle-Preise ihrer anderen Bücher auch nicht über 10 Euro liegen:

Karin Slaughter - Tote Augen

Karin Slaughter - Tote Augen

Karin Slaughter - Kindle-Ausgaben

Karin Slaughter - Kindle-Ausgaben

Das bedauerliche Einserkastl

März 2, 2011 in Allgemeines, Gedanken, Politik

Renate Graber hatte am 1. März die Ehre, ihren Kommentar zur aktuellen Kinderpolitik-Debatte rund um Bandion-Ortners Vorschläge im Standard in ihrem Einserkastl zum Besten zu geben. Bedauerlicherweise. Denn was Frau Graber da abgesondert hat, ist nur noch hinterf… und polemisch (aber hinterf… darf man als Kommentar auf derstandard.at wohl nicht posten – am Ende kassiert man sonst noch eine Zitrone dafür).

Graber beginnt mit der altbekannten Weisheit, dass Frauen in Österreich bei gleicher Leistung weniger verdienen. Als ob das eine Österreichische Spezialität wäre. Und auch wenn dies natürlich ein Faktum ist, das mit sinnvollen Maßnahmen beseitigt gehört (vor allem mit Bewusstseinsbildung, dass die gleiche Leistung von Frauen eben auch das selbe Wert ist), so benutzt Graber diesen Einstieg, um schon mal Stimmung zu machen. In die selbe Bresche schlägt auch der letzte Satz des ersten Absatzes: “aber es wird schon werden”.

Der gesamte Rest des Kommentars ist polemisch, bedient die ausgeleiertesten Worthülsen und Stereotypen und trägt so gar nichts zur besseren Verständigung zwischen den Geschlechtern bei. Da wird den Männern noch zum Vorwurf gemacht, dass sie überhaupt etwas verdienen und arbeiten gehen (wenn sie es allerdings nicht tun, sind sie auch nur faule Säcke), da wird unterstellt, Väter empfänden den Alltag mit ihren Kindern als “öd” (gerade jetzt kommt einer meiner Arbeitskollegen täglich mit einem Strahlen ins Büro, und erzählt uns die neuesten wunderbaren Erlebnisse mit seinen beiden Kindern), kurz: es ist eine reine Peinlichkeit.

Dass sie dafür aber keine Zitrone bekommen wird, versteht sich von selbst.

weiterlesen:

Das hinterfotzige Einserkastl

Wie meine nicht vorhandene Armbanduhr die ÖBB vor meinem Zorn rettete

Dezember 7, 2010 in Allgemeines

Als Kind hatte ich die unangenehme Angewohnheit, meine Armbanduhren zu verlieren. Ich mochte das Gefühl dieser Armbänder nie, und nahm daher – sobald ich irgendwo länger herumsaß – immer meine Uhren ab. Mit dem Effekt, dass ich sie dann natürlich irgendwo vergaß und liegen ließ.

So ist es nicht verwunderlich, dass meine Altvorderen irgendwann aufgaben, mir Kinderuhren zu schenken. Die Zeit war mir ohnehin meistens ziemlich egal.

Uhrenlos – und übrigens auch mobiltelefonlos – ging ich lange Zeit durchs Leben. Selbst als Zivildiener hatte ich weder Uhr noch Mobiltelefon. Und eines Tages stellte sich auch heraus, dass das tatsächlich ein Glücksfall war.

Rest des Eintrags ansehen →

Die Sache mit den smarten Phones …

Dezember 7, 2010 in Allgemeines

Seit kurzem bin ich durchaus erfreuter Besitzer eines Samsung i9000 Galaxy S.

Es dauerte allerdings eine ganze Weile, meinen Computer – insbesondere Winamp – dazu zu bewegen, das Galaxy anzusprechen. Winamp hat nämlich die kuriose Angewohnheit, kommentarlos abzustürzen, wenn man das Galaxy an den Computer ansteckt, und es als Massenspeicher anmeldet (ein Verhalten, das man dann und wann sogar bei ganz ordinären USB-Sticks beobachten kann).

Gestern ist es mir doch gelungen, Winamp dazu zu bringen, das Samsung (als MTP Gerät angemeldet) als Gerät zu erkennen, und die darin enthaltene 16 GB Karte mit Musikstücken  zu befüllen.

Dabei lud sich das Samsung ja auch auf – über den USB Anschluss. Dumm nur, dass aus irgend einem Grund der Akku des Samsung über Nacht entleert hat.

Deshalb bin ich heute morgen erst um 6:19 aufgewacht, um 6:31 aus dem Haus!

Da habe ich also in nur 12 Minuten das volle Programm durchgemacht: aufstehen, duschen, Haare waschen, fönen, Zähne putzen, anziehen, und hatte danach immer noch genügend Zeit, mich ausgiebig darüber zu ärgern, dass meinem cleveren Smartphone in der Nacht der Saft ausging. Und mich daher auch nicht früher weckte …

Lance Black

Oktober 30, 2010 in Allgemeines

FAIL: derstandard.at, 7. Juli 2010

Juli 7, 2010 in Allgemeines

derstandard.at - webstandard, 7. Juli 2010

derstandard.at - webstandard, 7. Juli 2010

Geradezu sensationell falsch ist dieser Artikel aus dem Web Ressort des Online-Standard. Man könnte fast meinen, es ist ein Fehlersuchbild. Dazu passt eine ganze Reihe “obskurer” Arikel, die seit kurzem im Standard online sind. Man glaubt schon, entweder ist erster April oder jemand hat sich einen Redakteurszugang beschafft.

Weitere Obskuritäten:

Islamisch korrekte Frisuren?

Rue McClanahan (76) verstorben

Juni 4, 2010 in Allgemeines

Rue McClanahan ist kürzlich im Alter von 76 Jahren nach einem schweren Herzinfarkt verstorben. Nach ihrem Tod ist Betty White sowohl das älteste als auch das letzte noch lebende “Golden Girl”.

Rue McClanahan dies at 76

Kundenmord ist ihr Hobby

Juni 4, 2010 in Allgemeines

Dies ist mein Mail an Universal, das ich hier an Universal geschickt habe. Ich bezweifle, dass es irgend jemand ernst nehmen wird, aber falls noch jemand meine Meinung teilt, ist jedes Mail hilfreich.

Ich möchte gerne meinem Unmut und meiner Enttäuschung Ausdruck verleihen über die Art und Weise, wie die Serie “Mord ist Ihr Hobby” mit Angela Lansbury von Universal im deutschsprachigen Markt veröffentlicht wird.

Die einzelnen Staffeln in zwei Teile zu teilen ist schon ein Verbrechen an sich, sie dann auch noch zu dem Preis zu verkaufen, den andere Serien für eine ganze Staffel verlangen (oder mehr, siehe Akte x), ist eine Frechheit sondergleichen.

Darüberhinaus ist es höchst bedauernswert, dass keine der bisher erschienenen Boxen zum einen mit irgend einer Form von Bonusmaterial kommt, noch in einer den Fans der Serie angemessenen Verpackung. Ein Pappschuber mit 3 dünnen DVD-Hüllen ist kein angemessener Umgang mit dem Erbe dieser Serie.

Angela Lansbury war 12 Jahre lang hintereinander für diese Serie für den Grammy nominiert, sie hat unzählige Tony-Nominierungen, sie hat 3 Oscar Nominierungen und eine Fangemeinde, die sich mehr wünscht als eine billig gemachte, teuer verkaufte Edition.

Wir wünschen uns Komplettstaffeln in einer ansprechenden Verpackung. Gerade bei dieser Serie wäre es so leicht, eine schöne Verpackung zu entwickeln, zB eine Art Hardcover-Buch aus dicker Pappe, auf derem Rücken ein Romantitel steht, der in der Serie vorkommt, sowie “Jessica B. Fletcher”. Das wäre eine gute Idee.

In dieser Hinsicht kann ich nur auf Koch Media Deutschland verweisen, die für die weit weniger erfolgreiche Sci-Fi Serie Sliders eine exzellente Verpackung entwickeln ließ.

Ich würde sofort jede Staffel dieser Serie kaufen – wenn Sie diese zu einem fairen Preis in einer dem Inhalt und der Verehrung der Fans für die Serie und Lansbury angemessenen Form veröffentlichen würden.

Da Sie das nicht tun, werde ich Ihr billig-teures Produkt auch nicht kaufen, und verbleibe enttäuscht,

mit unfreundlichen Grüßen

Martin Major

Some pix of my new cosy music environment

Mai 28, 2010 in Allgemeines