Geschichten aus Sankt Nimmerlein: Wie man das Geld unter den Armen verteilt
Januar 17, 2011 in Vom Wahnsinn gezeichnet
Es war einmal ein kleines Dorf namens Sankt Nimmerlein. Die Einwohner Sankt Nimmerleins waren brave Bürger, Bauern und Handwerker. Die Kirche war jeden Sonntag voll, und anschließend traf man sich samt Pfarrer und Bürgermeister im Gasthaus zum gemeinsamen Schweinsbraten.
Wenn nach so einem langen und anstrengenden Sonntag schön langsam die Bürger, Bauern und Handwerker die Gaststube verlassen haben, verbleiben Pfarrer und Bürgermeister samt ein paar ehrbaren Vertrauten im Gasthaus und setzen sich in ihrer Stube zusammen. Dort beraten sie dann gemeinsam, was für die nächste Woche alles geplant ist.
Und am Abend schließlich lässt der Bürgermeister noch zwei diskrete Packerl hervorholen und überreicht sie dem Pfarrer als Dank für die schöne Messe und für die Renovierung der schönen Orgel, und der Pfarrer überreicht dem Bürgermeister einen diskreten Umschlag mit einer Ansichtskarte von einem Kirchengrundstück, das schenkt er ihm auch gleich, als Dank für die Finanzierung der Renovierung der schönen Orgel, und der Pfarrer verteilt die beiden Packerl unter den Armen und wandert mit ihnen von dannen.

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