Native Instruments kündigt Komplete 7 an

Juli 31, 2010 in Musiknews

Für 1. September kündigte Native Instruments auf der Unternehmenshomepage jüngst den Verkaufsstart für Komplete 7 an.

Komplete ist ein Bundle der wichtigsten NI-Produkte für Musikproduzenten, und besteht im wesentlichen aus einigen Synthesizern, dem Sampler Kontakt und einer breiten Palette von Erweiterungspacks für Kontakt.

Besitzer von Komplete 2-6 können zum Preis von € 199 das Update erwerben. Im Vergleich zum Vollpreis von 499 Euro scheint mir der Update-Preis etwas zu hoch, allerdings muss man auch fairerweise feststellen, dass die neu hinzugekommenen Bestandteile von Komplete 7 im Vergleich zu Komplete 6 allein schon sehr viel mehr kosten würden, würde man diese einzeln kaufen.

Wer also eine Vorgänger-Version von Komplete bereits besitzt, und auch nur 2 der neuen Bestandteile kaufen wollte, ist mit dem Update auf jeden Fall bestens bedient.

Wer Komplete noch nicht kennt, kann sich mit dem neuen Produkt “Komplete Essentials” um 99 Euro mit dem Konzept der Native Instruments Player vertraut machen. Mit in Komlpete ist natürlich auch der Kore 2 Player, der ohnehin für das im Komplete Bundle enthaltene Soundpack “Acoustic Refractions” benötigt wird.

Da ich schon am überlegen war, ob ich mir das Effekt-Plugin The Finger und die Abbey Road 60s Drums zulegen soll, werde ich jetzt doch auf das Update warten, zumal der zusätzliche Content sehr interessant ist.

Neu hinzugekommene Bestandteile seit Komplete 6:

  • Reaktor 5.5, die neueste Version von Reaktor (Komplete 6 enthält Reaktor 5) mit völlig neu überarbeiteter GUI und neuen Ensembles
  • The Finger, Effekt-Plugin von Tim Exile, verspricht kreative Sound-Vergewaltigungen
  • Rammfire, Effekt-Plugin von Richard Kruspe (Rammstein), verspricht harten Gitarrensound
  • Traktor’s 12, 12 Effekt-Presets aus NIs DJ-Software-Zugpferd Traktor
  • Scarbee MM-Bass, funky Bass-Sample-Library von Scarbee für Kontakt
  • Reflector, neues Reverb-Plugin (Impulsfaltung)
  • Abbey Road 60s Drums, 2 geniale Drumsets, aufgenommen in den Abbey Road Studios
  • Reaktor Prism
  • Reaktor Spark
  • Acoustic Refractions, faszinierendes Sound-Design-Soundpack für Kore
  • 4 akustische Klaviere (New York Grand, Berlin Grand, Vienna Grand und ein Upright)
  • 3 E-Pianos (Scarbee Mark I, Scarbee A-200, Scarbee Clavinet/Pianet)
  • Vintage Organs, mit einer Hammond B-3, C-3, M-3, Vox Continental II, Farfisa Compact)

Kurz: für 199 Euro als Update eine sehr umfangreiche Palette.

Weiterlesen:

Komplete 7 auf www.nativeinstruments.com

Hamma da jetzt eh kan Vogl?

Juli 30, 2010 in Busgeschichten

Wertes Team,

in den letzten Wochen hatte ich glücklicherweise keinerlei Grund zu irgendwelchen Beanstandungen bezüglich des St. Pöltner Stadtbusses Linie 3.

Was heute jedoch passiert ist, ist eine Kategorie für sich.

Rest des Eintrags ansehen →

Stehe nicht hinter der Stele!

Juli 30, 2010 in Busgeschichten

In Beantwortung meiner vorigen Mail an den Postbus Kundenservice (es ging um den Fall es Fahrers, der lieber nicht mehr an meiner Haltestelle halten möchte), erhielt ich vor längerem schon eine Antwort. Darin heißt es sinngemäß, ich hätte mich vielleicht hinter einer Stele versteckt. Zum einen ist das Wort hier unangebracht, da es sich bei einer Stele um einen Pfeiler handelt, zum anderen befindet sich die Stele (wenn wir schon bei diesem Wort bleiben wollen) überhaupt nicht im Sehstrahl zwischen mir und dem frühest möglichen Punkt, von dem aus ein Busfahrer zur Haltestelle sehen kann.

Rest des Eintrags ansehen →

Vampire Diaries?

Juli 24, 2010 in Filmticker

Oh je. Ich sehe gerade die erste Episode aus der Serie Vampire Diaries. Die Serie leidet jetzt schon an einer der gefährlichsten Serienkrankheiten: bad music choices. Grauenhafte Musikauswahl, viel zu viel Musik kleistert die Bilder zu. Bäh.

Filmticker: 2010-07-22: Capote

Juli 22, 2010 in Filmticker

Angeblich ein Bio-Pic über den amerikanischen Schriftsteller Truman Capote (Philip Seymour Hoffman) ist es doch eigentlich die Entstehungsgeschichte seines letzten fertiggestellten Romanes “In Cold Blood”. Regie von Bennet Miller und Drehbuch von Dan Futterman sind ausgezeichnet, Hoffman brilliert als exzentrischer Capote, der alles tut, um aus einem zum Tode verurteilten Mörder dessen Geschichte herauszubekommen, geht dafür mehr oder weniger über Leichen und ist letzten Endes ebenso kaltblütig. Fazit: Oscar, Golden Globe und Bafta für Hoffman und einen Haufen Kritikerpreise für Miller und Futterman.

Filmticker: 2010-07-20: Misery

Juli 20, 2010 in Filmticker

Herrlich verrückt, diese Kathy Bates, verdienter Oscar – aber James Caan war auch nicht von schlechten Eltern. Und die Hauptrolle natürlich: die Schreibmaschine. PLING! und Lichtaus!

Filmkritik: Das Kabinett des Dr. Parnassus

Juli 19, 2010 in Gedanken

Zunächst möchte ich meine Verwunderung darüber äußern, dass so viele, die den Film schlecht bewerten, schreiben, sie wären “nicht mitgekommen” bei der “verwirrenden Handlung”.

Ich kann das absolut nicht nachvollziehen – denn selten war Gilliam so einfallslos und linear in seiner Handlungsführung. Wer da ernsthaft nicht versteht, dass hier Gut (Dr. Parnassus) und Böse (Mr. Nick) um die Seelen der Zuschauer kämpfen, hat wohl noch starke Kulturbildungsdefizite.

Mr. Nick, also der Teufel höchstpersönlich, und Dr. Parnassus wetten, wer am schnellsten soundsoviele Seelen bekommt. Als Prüfung, wem die Seele eines Opfers nun anheimfallen soll, fungiert das Imaginarium des Dr. Parnassus, eine Fantasiewelt, die dem Kopf jener entspringt, die das Imaginarium hinter dem Spiegel betreten.

Gilliam versucht sich hier als Tim Burton, und möchte kreative und beeindruckende Bildwelten präsentieren. Der Versuch aber schlägt fehl, die Imaginationen wirken noch leerer und billiger als bei Alice im Wunderland, zu detail- und lieblos.

Der Kampf “Gut gegen Böse” im Imaginarium (Mr. Nick versucht, die Eingetretenen auf den “falschen Pfad” zu “verführen”, während Dr. Parnassus den richtigen (“guten”) Weg zeigt) ist weder sonderlich innovativ noch spannend. Das einzige Spannungselement ist die Frage, ob der Dr. seine Tochter an den Teufel verliert, die er … dummerweise verwettet hat.

Es ist überraschend, mit welcher Gefühllosigkeit der Dr. die Seelen Unschuldiger aufs Spiel setzt, um seine Tochter zu retten.

Überraschend ist auch, wie uninteressant die Schauspielerischen Leistungen der vier Hauptdarsteller sind: Ledger, Law, Depp und Farrell, die allesamt dieselbe Figur spielen, haben jeweils nicht genügend “Platz”, um sich zu entwickeln – auch nicht vor dem Hintergrund, dass Depp, Law und Farrell eigentlich Heath Ledger beim Spielen des Tony hätten spielen sollen. Natürlich blieb Gilliam mit Ledgers Tod nicht viel anderes übrig, als die Szenen im Imaginarium mit jeweils verschiedenen Schauspielern zu besetzen – das Ergebnis funktioniert aber nicht gut.

Wie überhaupt in dem Film zu vieles nicht gut funktioniert. Die Eifersuchts-Story mit Anton/Valentina/Tony ist kitschig, der Mr. Nick/Dr. Parnassus Dualismus relativ uninteressant, das Set-Design zwar nicht schlecht, aber bei weitem nicht auf “üblichem Gilliam-Niveau”, kurz: am Ende ist es ein unerfreulicher Film.

imdb.com wirbt für Scientology

Juli 15, 2010 in Gedanken

Scientology Werbung auf imdb
Scientology Werbung auf imdb

Kaum zu glauben, aber der Internet-Branchendienst www.imdb.com, die Internet-Movie-Database, wirbt im Userforum für Scientology. Als “Sponsored Link” verpackt zeigt die imdb.com unter jedem Userforum einen Link mit der Beschreibung “Fastest Growing Religion” an. Die dazugehörigen Kurztexte wechseln, lauten mal “Scientology.org * The Only Major Religion To Emerge in 20th Century. Watch Online Video” oder “Scientology.org * Why is Scientology the Fastest Growing Religion of 21st Century?”.

Ist das nicht igitt? Und was sagt das über amazon.com aus, das vor einiger Zeit die imdb gekauft hat?

Bis Sie ausruhen, wir konzipieren!

Juli 9, 2010 in Sprach-Los

Es ist immer wieder erbaulich, welch erbärmliche Sprachvergewaltigungen man per Mail zugeschickt bekommt. Wie zum Beispiel hier dieses freundliche Mail von Frau Kitti Hermann. Oder Hermann Kitti? Oder Herr Kittimann?

Ich heiße Kitti Hermann, Verbindungsfrau Színvonal dekoration deutsche Sprachgebiet.

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How can I kill my girlfriend?

Juli 8, 2010 in Gedanken

“How can I kill my girlfriend”, oder:
Die intime Geisteswelt geisteskranker Suchmaschinen

Seit einiger Zeit bietet die allseits beliebte Suchmaschine Google ein Autocomplete-Feature an. Bei dieser Funktion klappt während der Eingabe eines Suchtextes im Texteingabefeld ein zusätzliches Feld auf, welches nach jedem Tastendruck eine Liste möglicherweise passender bisheriger Suchabfragen anzeigt.

Sankt P

Sankt P

Tippt man zum Beispiel “Sankt P” ein, so ergänzt Google in weiser Voraussicht gleich auf “Sankt Pölten”, und zeigt diesen Suchbegriff, nebst anderen möglicherweise relevanten Suchabfragen wie “Sankt Pauli” oder “Sankt Peter”.

Man kann wohl davon ausgehen, dass diese Vorschläge die häufigsten Suchanfragen darstellen, die mit dem Text beginnen, den man in das Suchfeld eingibt.

Diese Funktion kann man also auch benutzen, um herauszufinden, wonach Google-User eigentlich googeln (auch wenn das warum oftmals rätselhaft bleibt).

Versuchen wir es gleich mal mit einigen englischen Phrasen. Warum Englisch? Weil – so darf man annehmen – die meisten Suchanfragen an Google doch noch in Englisch gestellt werden. Schließlich sind China und Google derzeit ja nicht so auf du und du.

Why do men

Why do men

Am Anfang allen Interesses steht natürlich das eigene, also geben wir mal “Why do men” ein. Die Vorschläge sind bezeichnend:  Why do men cheat, Why do men die younger und der Klassiker Why do men like breasts. Für die Antworten muss man gar nicht auf Enter drücken, die kann man sich auch so denken: a) because men are animals, b) because man are more stressed enduring women, und c) because … ja woher soll ich das wissen?

Und um nicht von diestandard.at eine Zitrone verpasst zu bekommen, natürlich auch die Frage nach “Why do women”. Auch hier sind die Vorschläge schon geradezu kitschig vorhersehbar: Why do women love shoes, Why do women cheat, Why do woman live longer than men, und die Überraschung: Why do women like women more than men. Verzeihung: … like women more than men like men. So.

Auch hier sind die Antworten vermutlich so banal wie cliché: a) because of Carrie, b) because women are animals, c) because women always have to have the last laugh, und schließlich d) … ja woher soll ich das wissen?

So kann man sich mit Google ganz köstlich die Zeit vertreiben.

How can I

How can I

Faszinieren ist übrigens, was herauskommt, wenn man die selben Anfangsphrasen in einer anderen Sprache eingibt. Versuchen Sie es zum Beispiel mit einem der beliebten How-To’s.

Englisch: “How can I …” setzt Google am liebsten mit “How can I kill my girlfriend” fort. Zu Deutsch ist Google da weit weniger brutal: den Satzanfang “Wie kann ich …” beendet Google nicht mit “meine Freundin ermorden”, sondern mit “meine Freundin befriedigen”.

Was soll uns das jetzt sagen? Dass deutschsprachige Googler eher am sexuellen Wohlempfinden ihrer Freundinnen interessiert sind, als englisch-sprachige, die ebendiese lieber um die Ecke bringen wollen?

Gut, dass Google selbst keine Antworten auf irgend eine dieser Fragen liefert – so bleibt es letzten Endes doch wieder beim Suchenden, im Gefundenen das zu finden, was er sucht …