A Spring Symphony – Piano Theme 1
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Liebe Zuseherinnen und Zuseher!
Das Jahr 2011 ist zu Ende gegangen, und wir blicken hoffnungsvoll auf das vor uns liegende neue Jahr 2012 – und anlässlich so eines Jahreswechsels ist es doch üblich, kurz Rückschau zu halten auf das vergangene Jahr, auf die Schicksalsschläge, die Krisen, die vergebenen Chancen, kurz – auf die ganze Scheiße, die wir hinter uns lassen – nur um 2012 das ganze von vorne wieder anzufangen.
Und zu so einem Jahreswechsel ist es doch auch üblich, sich Vorsätze vorzusetzen, also – sich etwas vorzunehmen, dass man 2012 besser oder anders machen möchte als zuvor.
Und so habe auch ich mir für dieses neue Jahr 2012 so einiges vorgenommen. Ganz oben auf meiner vornehmen Liste steht für dieses Jahr: Sparen. Sparen, sparen, sparen, in Zeiten der Wirtschafts- und Euro-Krise ist das Wort Sparen ja in aller Munde wie das Hungertuch, an dem wir nagen.
Ich muss sparen, alle müssen sparen, auch die Republik Österreich muss sparen – also die Regierung muss sparen. Natürlich nennen sie das nicht Sparen sondern … Schuldenbremse. Oder sozialverträgliche Vermögensumschichtung. Oder Sozialpartnerschaft. Irgendwas soziales halt, damit es besser klingt und uns nicht so schwer im Magen liegt. Und das ist auch ganz logisch, dass die Regierung spart, gerade in Krisenzeiten ist es ja besonders wichtig, möglichst wenig Geld in die Hand zu nehmen und auf keinen Fall Wirtschaftsimpulse zu setzen, weil das ja klarerweise kontraproduktiv ist.
Sparen also. Was will ich mir 2012 sparen? Na ja, vor allem mal Steuern und Abgaben. Braucht kein Mensch, das Zeug. Also … Lohnsteuer zum Beispiel. Spar ich mir 2012. Ich arbeit halt einfach nichts mehr – schon spar ich mir die Lohnsteuer.
Und Grundsteuer. Ich mache alles nur noch ohne Grund, und spar mir die auch. Und wenn mal der Finanzbeamte nachfragt, warum ich denn keine Lohnsteuer zahle, kann ich sagen: „Aus keinem bestimmten Grund“, und damit wäre das dann auch geklärt.
Was kann ich mir noch sparen? Die ORF-Gebühr zum Beispiel. Die kann ich mir auch sparen. Ich hab weder einen Fernseher, noch einen Radio, kein Autoradio, keinen Radiowecker, keinen DVBT-Stick oder sonst einen Rundfunkempfänger. So kann ich mir also auch die ORF-Gebühr sparen. Blöd wär’s nur, wenn das jeder so macht. Dann käme der Alexander Wrabetz wiederum in die Bredouille. Allerdings – auch der kann sich so einiges sparen. Den Pelinka zum Beispiel.
Was ich noch einspare ist Duschgel. Benutz ich schon lang keines mehr, ich dusche nur noch mit einer Shampoo-Duschgel-Kombination. Reicht auch. Und schafft auch mehr „personal space“. Dafür hab ich so einen alten nassen Fetzen, so einen Waschhandschuh, so einen Waschlappen, mit dem ich mir die … intimen … Bereiche … also … abrubbel.
Mein Waschlappen ist allerdings schon ziemlich fadenscheinig. So was gibt’s ja auch in der Politik. Waschlappen. Mein Waschlappen heißt zum Beispiel Werner. Und fadenscheiniges gibt’s in der Politik auch. So was wie der Social Media Auftritt des Bundeskanzlers.
Fadenscheinige Waschlappen, alle. Und wenn der Werner nicht aufpasst, dann wird sich die SPÖ den auch bald sparen.
In diesem Sinne – ein gutes 2012.
“Paper” is a collection of samples by the user OceanCookies on www.freesound.org, which I divided into 3 .nki instruments for Kontakt. It is most likely usable from Kontakt 4 upwards (I do NOT know, if they work in Kontakt 3, but you can download the samples yourself at www.freesound.org, since I did not do anything other that bundling them into .nkis.)
The three instruments are nothing but a mere sample collection ment to provide easy access to these sound effects in Kontakt over the keyboard. They were NOT processed in ANY way by me.
Liebe Zuseherinnen und Zuseher,
heute möchte ich mit Ihnen über die aktuelle Situation sprechen.
Zunächst scheint es mir wichtig, kurz festzuhalten, dass wir heute nur deshalb über unsere Gegenwart so sprechen können, wie wir es tun, weil sich in unserer Vergangenheit die Dinge so entwickelt haben, wie sie sich ja bis heute eben entwickelt haben.
Und das ist auch ganz klar, denn hätten sich die Dinge ab den 1920er Jahren nicht so entwickelt, wie sie es haben, dann wären wir heute in einer ganz anderen Situation, und folgerichtig würde die Zukunft, in die sich unsere Gegenwart hineinentwickelt, anders aussehen, als sie aussehen würde aufgrund der Tatsache der gegenwärtigen Entwicklungen, auch wenn wir heute natürlich noch nicht absehen können, wie sich die Zukunft für uns entwickeln wird.
In jedem Fall ist aber abschließend zu sagen, dass eines ganz klar ist: dass nämlich die Vergangenheit und die Gegenwart nur die Entwicklung zur Zukunft der Lage unserer Wahrscheinlichkeit ist, von der ausgehend wir unser Leben als soziale, politische, und ja – auch spirituelle Wesen in dieser Zeit, in der wir Leben, leben.
Als Schlusswort möchte ich noch ein Zitat von Professor Dr. Gunther von Fotzenstein in die Runde hineinwerfen, der sagte, anlässlich nämlich seiner Dankesrede zur Verleihung des Konrad-Adelhauser-Gedenkpreises 1958, wo er also sagte, und ich zitiere das jetzt, was er sagte:
“Es betrübt mich auch heute noch, festzustellen, dass die Zukunft der Ewig-Gestrigen auch gegenwärtig so rosig ist wie ein Tulpenbeet.”
Vielen Dank.
Am 5. Dezember brachte der Radiosender Ö1 eine Journal Panorama Sendung von Georgia Schultze, in der sie die Situation von jungen behinderten Menschen in Österreich analysiert, die aus Mangel an geeigneten Pflegeeinrichtungen in Altersheimen untergebracht werden.
Die Sendung erläuterte sehr gut den unvermeidlichen Konflikt zwischen den Bedürfnissen junger und alter Menschen – ganz unabhängig von einer körperlichen Behinderung. Dass ein junger Mensch in einem Altersheim – auch wenn er körperlich behindert ist – kein angemessenes soziales Umfeld haben kann, und dass Altenpfleger – so engagiert und gut sie ihre Arbeit auch machen mögen, nicht für die Betreuung junger behinderter Menschen ausgebildet sind – dass also ein krasser Gegensatz in den Bedürfnissen und Wünschen zwischen jung und alt besteht, versteht sich praktisch von selbst.
Georgia Schultze ließ in ihrer Sendung mehrer behinderte junge Bewohner von Altersheimen zu Wort kommen, die ihre Situation schildern, ihre Wünsche und Ansichten. Und sie ließ auch den Tiroler Soziallandesrat Gerhard Reheis zu Wort kommen:
“Grundsätzlich ist es so, dass auch ältere Menschen Behinderungen haben. Und deshalb sind diese Pflegeeinrichtungen auf jeden Fall barrierefrei, fachlich gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen zur Betreuung zur Verfügung und da unterscheidet sich die Pflege nicht zwischen alten und jüngeren Menschen”, sieht der Tiroler Soziallandesrat Gerhard Reheis kein Problem, “und “jüngere Menschen, das sind wirklich Einzelfälle und das ist auch nicht das große Problem.”
Eine solche Aussage – gerade von einem Soziallandesrat – ist für mich eine dreiste, dreckige Schweinerei. Es mag schon sein, dass die Fälle junger behinderter Menschen in Altersheimen zahlenmäßig nicht viele sind, aber so dreist zu sein, und das INDIVIDUELLE SCHICKSAL einzelner Personen als “nicht das große Problem” hinzustellen, ist schlicht eine dreckige und perverse Sauerei, und zeugt von einem völlig verdrehten Verständnis von SOZIAL – gerade für einen Soziallandesrat eine UNTRAGBARE Einstellung. Für diese Menschen geht es um das GANZE LEBEN – und da fällt Herrn Reheis nichts besseres ein, als ihre Lebensumstände als “nicht das große Problem” zu bezeichnen?
Es geht für die Betroffenen nicht um fehlende Samstag-Abend-Unterhaltung oder um einen fehlenden Kaffeeklatsch. Es geht für die betroffenen Menschen um ihr GANZES LEBEN – und Herrn Reheis Aussage, das sei “nicht das große Problem” heißt letzten Endes nichts anderes als “Das Einzelschicksal dieser Menschen is im Prinzip eh wurscht”. Und jetzt schämen Sie sich in Grund und Boden, Herr Reheis!
Ich weiß ja nicht, wie es in Tirol zugeht, aber für mich ist so ein Mensch rücktrittsreif. Und ich weiß schon – als nächstes wird Herr Reheis oder sein Büro die Aussage als “unglücklich formuliert” bezeichen. Denkste! Politiker sind wie Kinder: das erste, was aus ihrem Mund kommt, ist meistens wahrer als der ganze Nonsense, den sie hinterher phrasendreschen.
Dabei legt die Sendung auch Nahe, dass Herr Reheis das Problem nur deshalb als “nicht das große Problem” bezeichnen kann, weil es bundesweit keine Zahlen zur Problematik gibt: es ist schlicht und einfach nicht bekannt, wie viele junge Menschen nur aufgrund ihrer Behinderung in einem Altersheim leben (müssen), weil die alters- und behindertengerechte Betreuung außerhalb eines solchen nicht finanzierbar ist. Und es wird auch nahegelegt, dass in der Politik auch niemand Interesse daran hat, solche Zahlen überhaupt zu erheben – schließlich müsste die Politik dann auch handeln – und das kostet Geld. So zumindest scheint der Gedanke dahinter zu sein, das Problem einfach zu ignorieren und kleinzureden.
Und neu ist das Problem schon gar nicht. Schon 2005 berichtete Eva Mazzolini (Psychotherapeutin) in einer FreakRadio Sendung (aus dem ORF Kulturcafe, vom 1. Juni 2005, 11 Uhr, ausgestrahlt am 5. Juni, 20:30) im Gespräch mit Kornelia Götzinger und Moderatorin Katharina Zabransky davon, dass immer mehr junge behinderte Menschen in Altersheime “abgeschoben” werden. Der zur Gesprächsrunde eingeladene Pressesprecher der Wiener Gebietskrankenkassa Jan Pazourek hatte zwar zugesagt zu kommen, war aber nicht erschienen.
Wenn Sie sich eine Meinung über diese Sendung und ihren Inhalt machen möchten, lesen Sie den zugehörigen Artikel auf oe1.orf.at, oder hören Sie sich die Sendung als Download an.
Und wenn Sie danach etwas unternehmen wollen, sagen Sie Herrn Reheis Ihre Meinung!
Die Kontaktinfos zum Büro von Landesrat Reheis finden Sie unter diesem Link, für die E-Mail-Adresse klicken Sie hier.
Und wenn Sie sich bei der Journal Panorama Redaktion für die Sendung bedanken wollen, klicken Sie hier für die E-Mail Adresse.
Weiterlesen:
Pflege: Behörden schieben junge Behinderte ins Altenheim (welt.de)
Jung, behindert – und im Altenheim (uni-marburg.de)
Pflegenotstand: Wenn junge Schwerbehinderte im Altenheim landen (news.de)
Fehlplatziert im Altersheim (bizeps-info.or.at)
Fehlplatziert im Altersheim (oear.or.at)
Leben mit Behinderung. Leben mit Qualität (freak-radio.at)
Dieses Jahr werde ich zu Weihnachten wieder zu meiner Familie nach Amstetten verreisen, zwar nur für kurz (ein paar Tage, vermutlich) aber immerhin.
Ich und meine Mutter machen uns immer einen Spaß daraus, schon im Sommer zu planen, was wir uns für den Weihnachtstag vornehmen – insbesondere die Planung des Festessens nimmt viele Gedanken in Anspruch – und meist endet es doch nur in belegten Brötchen.
Dieses Jahr werde ich aber besonderes Augenmerk auf die musikalische Umrahmung unserer Zusammenkunft legen – und dafür ein besonderes Schmankerl mitbringen: Santana Hymns for Peace – live in Montreux. Normalerweise kann ich mit Santana ja nicht wirklich etwas anfangen, aber was für ein herausragendes Line-Up er und Claude Nobs für dieses Konzert zusammenbetteln konnten, ist wahrlich großartig: Herbie Hancock, Wayne Shorter, Ravi Coltrane, John McLaughlin und Chick Corea gesellen sich zu Santana und Band auf die Bühne, und vom ersten bis zum letzten Ton begeistert die musikalische Darbietung dieser großartigen Musiker. Carlos Santana und Claude Nobs ist hier wirklich ein Meisterstück gelungen. Mitreißend, musikalisch vielfältig und überzeugend mit außerordentlicher Spielfreude fabulieren die “alten Hasen” hier fast drei Stunden – einfach herrlich.
Und wenn Sie jetzt glauben, das wäre unweihnachtlich … tja, stört mich das überhaupt nicht. Sie können sich das Ganze ja auch eine Woche später zur Silvesterparty anhören.
von Martin Major
Eine kleine Betrachtung zu E-Books, überschwemmte Buchmärkte und kundenunfreundliche Preisgestaltung
Erinnern Sie sich noch an den Begriff des “Pulp magazine”? Damit bezeichnete man jene meist recht billigen Heftchen, die vor allem im angloamerikanischen Raum im vergangenen Jahrhundert so beliebt waren, und ihren Namen dem billigen holzigen Papier verdanken, auf dem sie gedruckt waren. Hierzulande sind am ehesten die berühmten “Bastei-Hefterl” mit dieser Publikationsform vergleichbar, doch im Gegensatz zum deutschen Sprachraum waren solche Pulp Magazine in Amerika vor allem im Bereich Science Fiction und Crime ein Sprungbrett für so manche Autoren, die sich später mit ihren Büchern einen weltweiten Namen gemacht haben. Große Namen wie Isaac Asimov, Ray Bradbury, Elmore Leonard, Dashiell Hammett und sogar Mark Twain – sie alle haben oft zu Beginn ihrer schriftstellerischen Karriere Beiträge für solche Magazine geschrieben. So unterschiedlich wie die Autoren der Magazine – so unstet war immer die Qualität der in diesen Magazinen enthaltenen Beiträge. Unter einer Flut von Geschichten mangelhafter Qualität musste man oft lange suchen, um die eine oder andere Perle zu finden. Einige Magazine konnten sich dank ihrer Herausgeber von der Masse der Pulps abheben und renommierte Autoren gewinnen. Zu den bekanntesten und auch langlebigsten Magazinen gehörten sicherlich die unter Fans oft als “Big Four” bezeichneten “Argosy”, “Adventure”, “Blue Book”, und “Short stories”. Nach dem zweiten Weltkrieg und der damit verbundenen Papierknappheit veränderte sich natürlich auch der Pulp Magazine Markt – nicht nur in den Abmessungen der Magazine. Die meisten verbliebenen Magazinreihen beschäftigten sich mit Science Fiction und Mystery, wie etwa die legendären Magazine “Astounding Science Fiction” und “Analog” (eigentlich “Analog Science Fiction and Fact”) und das “Ellery Queen’s Mystery Magazine”. Als jedoch 1957 mit dem Ende der “American News Company” der wichtigste Distributor von Pulp Magazinen seinen Betrieb einstellte, bedeutete dies den Anfang vom Ende der Pulp-Ära – und damit der Möglichkeit für viele Autoren, Kurzgeschichten kommerziell zu verwerten. Das darauf folgende Konzept der “Anthologien” war nicht annähernd so erfolgreich – und als zusätzliche Konkurrenz zu den Kurzgeschichten der alten Magazine schossen nun neue Autoren mit Taschenbuchreihen aus dem Boden.
Doch dank des E-Books und seiner neuen Distributionsmöglichkeiten ist alles wieder wie früher: jeder, der meint, er oder sie könne schreiben, kann E-Books verkaufen – und als Spitzenreiter im elektronischen Buchhandel ist Amazon mit dem Kindle und dem dazugehörigen Autorenprogramm Hauptverursacher einer neuen Flut von Pulp 2.0. Derzeit bietet Amazon laut eigenen Angaben fast eine Million E-Books an. Dass ein großer Teil dieses Angebotes aber nicht aus sogenannten “traditionellen” Verlagen stammt, sondern von Autoren im Selbstverlag verkauft wird, erklärt die unglaubliche Masse an Büchern, die für Amazons Kindle erhältlich ist. Praktisch jedes Genre im E-Book Markt von Amazon ist vollgestopft mit Möchtegern-Autoren und solchen, die es noch werden wollen, die oft genug nicht nur keine “Romane” sondern “Kurzgeschichten” verkaufen, sondern nicht selten auch noch von zweifelhafter Qualität sind. Im Rausch des Schreib- und Veröffentlichungswahns schüttet man eine Masse an Erzeugnissen auf den Markt, denen Lektorat und sogar Rechtschreibprüfung ein Fremdwort sind. Natürlich ist dies eine Verallgemeinerung, doch gerade wenn man Amazon explizit nach E-Books durchstöbert, ist es schwierig, in der Menge der qualitativ fragwürdigen Angebote die Perlen herauszupicken. Sinnvoller ist es da noch, den normalen Markt der gedruckten Bücher nach Lesestoff zu durchsuchen, und erst von dort aus bei interessanten Büchern nach E-Book Versionen zu suchen – falls man sich dann tatsächlich noch für eine E-Book Version entscheiden möchte.
Denn nicht selten vergeht einem die Kauflust, wenn man die Preise von gebundenen Ausgaben, Taschenbüchern und E-Books vergleicht. Amazon ist zum Beispiel schon dazu übergegangen, unter den E-Book Preis deutschsprachiger Verlage zu schreiben: “Der Verkaufspreis wurde vom Verlag festgelegt”. Damit will Amazon schon prophylaktisch den Ärger der Kunden von sich ablenken, der sich beim Vergleich der Preise ergibt. Denn nicht selten liegt der Preis eines E-Books nur unwesentlich unter dem einer gebundenen Ausgabe, oft liegt er auch zwischen dem eines Hard-Covers und eines Taschenbuchs. Verständlich bei Neuerscheinungen – wollen sich die Verlage schließlich nicht den Hard-Cover Markt durch billige E-Books versauen – unverständlich für viele Kunden jedoch bei Büchern, die als Taschenbuch billiger zu haben sind.
Hier nur eine kleine Stichprobe von aktuellen Büchern und ihren Preisen auf Amazon.de:
Bei einem zu erwartenden Taschenbuchpreis von 9,95 Euro (der aktuelle Preis der vorigen Bände) ist ein E-Book Preis von 19,99 sicherlich nicht das, was der Kindle-Fan sich wünscht. Schon gar nicht, wenn die vorigen Bände als E-Book nur 5,99 – 8,99 Euro kosten:
Auch Robert Harris Fans werden bei der Kindle Ausgabe unverhältnismäßig zur Kasse gebeten. 15,99 Euro für die Digitalausgabe des neuen Robert Harris Buches, wobei doch die Taschenbücher seiner vorigen Werke unter 10 Euro zu haben sind:
Auch die Fans von Karin Slaughter dürfen tiefer für ihren Neuling in die Tasche greifen: 15,99 Euro auch hier für den aktuellen Thriller der Autorin – und das, obwohl die Kindle-Preise ihrer anderen Bücher auch nicht über 10 Euro liegen:
Hier eine kleine Herbstimprovisatio vom 6. November 2011. Instrument: Alicia’s Keys, Preset: Small Studio. Peak auf -0,5 dB, keine Kompression.
2011-11-06 Herbstimprovisation I (left-click to play, right-click and save-as for download)
Ein kleines Restaurant in Paris am Rande der Stadt. April, vielleicht auch noch März 1912. Draußen regnet es und kleine Bäche fließen an den Glasscheiben der Fenster und der Tür herunter, der Schriftzug, der weiße, dessen Buchstaben schon beschädigt sind, wird durch den Regen noch mehr verschnörkelt. Herren ab Vierzig mit Vollbart im Gesicht sitzen allein an den kleinen runden Tischen, trinken schlechten Kaffee mit Milch – oder ohne – und lesen diverse Tageszeitungen. Sie kratzen sich am Kinn und zwirbeln ihre Schnurrbärte, nehmen ihre Pfeifen gelegentlich aus dem Mundwinkel und halten sie in einer Hand, während die andere die Zeitung weglegt und statt dessen zu der Tasse Kaffee mit Milch – oder ohne – greift. Die Herren trinken einen Schluck, nippen kurz daran, als fürchteten sie, sich mit dem längst erkalteten Kaffee mit Milch – oder ohne – die Zunge zu verbrennen, und tauschen dann wieder Tasse gegen Pfeife und Zeitung. Weiterlesen
2011 war und ist ein gutes Jahr für das Serien-Format. Sowohl in Großbritannien als auch in den USA wurden und werden 2011 einige höchst sehenswerte Serien produziert. Hier meine Favouriten:
Fringe, Season 4
Das Serienprodukt von J. J. Abrams, Roberto Orci und Alex Kurtzman leidet in jeder Staffel an einem unerklärlichen Durchhänger in der Staffelmitte – insbesondere in der zweiten und dritten Staffel, wo sich die Serie vom “Monster-Of-The-Week”-Format wegentwickelt hat – glücklicherweise gelang es der Serie in der dritten Staffel, die Kurve zu kratzen und sich in neue Höhen zu schwingen. Unerklärliche Phänomene passieren überall, wo das Team von Fringe (die taffe FBI-Agentin, der verrückte Wissenschaftler und dessen Sohn) ermittelt: Menschen, die sich in tödliche Bomben und Explosionskörper verwandeln, unheimliche Wesen unter der Erde, und sogar ein Astronaut mit geradezu außerirdischen Fähigkeiten – alles scheint darauf hinauszulaufen, dass unser Universum nicht allein ist – im Universum. Denn Peter, der Sohn des verrückten Wissenschaftlers Dr. Walter Bishop (gespielt vom brillianten John Noble), starb als Kind – und so stahl sein Vater schlicht einen anderen Peter aus einem Paralleluniversum. Doch gerade dies hat die Barriere zwischen den Universen beschädigt, und dort, wo sich diese Beschädigungen am stärksten zeigen, versagen die Gesetze der Natur – aber keine Angst, Fringe Division ermittelt.
Die Serie besticht durch einen spannenden Handlungsbogen, der nun schon in die vierte Staffel geht (und vermutlich auch nicht viel länger mehr dauern wird, ich gebe der Serie noch Chance auf eine fünfte), geboten werden durchwegs gute bis sehr gute Drehbücher mit kuriosen Ideen und viel Spannung – sofern man diese Art von Science Fiction mag, und das tut nicht jeder.
Merlin, Season 4
Die BBC präsentiert dieses Jahr im Oktober den Auftakt zur vierten Staffel der Serie Merlin, in der die Arthus-Sage neu erzählt wird: Merlin und Arthur sind noch Jugendliche, und noch nicht die sagenhaften Gestalten, die wir aus anderen Erzählungen kennen – sie müssen erst noch ihren Weg finden, und der wird ihnen von allerhand niederträchtigen Intrigen schwer gemacht.
Die Serie verbindet Humor und Spannung auf hervorragende Weise, lebt aber vor allem nicht von den Drehbüchern, sondern vom hervorragenden jungen Schauspielerensemble, angeführt von Bradley James als Arthur und Colin Morgan als Merlin. Die beiden Jungschauspieler sind ein wahrer Glücksfall für diese Serie, weil sie jene Art von Chemie entwickelt haben, die einen so manche Drehbuchschwäche verzeihen lässt. Wie Corey Haim und Corey Feldman in den 80ern oder heute Jared Padalecki und Jensen Ackles haben Bradley und Colin das gewisse Etwas, das man entweder hat – oder eben nicht. Unterstützt werden die jungen Talente von Charakterdarsteller Anthony Head als König Uther Pendragon, der seine Sache ganz hervorragend macht.
The Fades
Ganz neu auf BBC 3 ist The Fades, eine vermutlich 6 Episoden kurze Serie über die Geister dieser Welt, die nicht rechtzeitig ihre Tür ins Jenseits gefunden haben, und daher nach einer Weile ziemlich “angepisst” sind. Kein Wunder, dass einer von ihnen sich an den noch Lebenden vergreift. Grund genug für die Helden der Serie, den Kampf gegen die Toten Untoten aufzunehmen. Inmitten dieses Geisterchaos ist der 17jährige Paul, der eines Tages entdeckt, dass er tote Menschen sehen kann. Die Pilotepisode vom 21. September beeindruckt durch hervorragende Darsteller, vor allem Iain De Caestecker, der Paul spielt, aber auch durch einen wunderschönen visuellen Stil. Man kann nur hoffen, dass die Serie vollständig ausgestrahlt wird.
Castle, Season 4
Auch schon in die vierte Runde geht die Serie Castle rund um den selbstverliebten aber gutherzigen Schriftsteller Richard Castle, der Detective Kate Beckett bei ihrem Kampf gegen das Verbrechen begleiten darf (so eine Freundschaft mit dem Bürgermeister macht sich eben doch bezahlt). Auch hier haben die beiden Hauptdarsteller Nathan Fillion (Castle) und Stana Katic (Beckett) diese Art von Leinwandchemie, die in den 80er Jahren die Serie “Das Model und der Schnüffler” mit Bruce Willis und Cybil Shepherd zum internationalen Erfolg gemacht hat. Castle ist witzig, rasant, und clever konstruiert. Nicht selten ist nicht alles so, wie es scheint.
Ein paar Erwähnungen ehrenhalber:
The Secret Circle, läuft seit kurzem auf CW (CBS/Warner), mit Gale Harold, Thomas Dekker und Natasha Henstridge, eine weitere Variante des “Teenager mit übernatürlichen Fähigkeiten” Seifenopernschemas.
SLiDE, australische Serie von Fox über das Erwachsenwerden von Teenagern.
Teen Wolf, auf MTV, mit Tyler Posey und Colton Haynes, Teenager und Werwölfe … wird vermutlich 2012 fortgesetzt.
The Walking Dead, von Regisseur Frank Darabont, wo die Zombie-Apokalypse bereits stattgefunden hat und die Überlebenden ihre Hirne vor den hungrigen Untoten schützen müssen … wird im Oktober fortgesetzt.
Falling Skies, wo die Alien-Invasion schon stattgefunden hat, und die Überlebenden vor allem ihre Kinder beschützen müssen … wird 2012 fortgesetzt.